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TSH

thyroid stimulating hormon (Thyrotropin)

Das TSH ist ein Hormon der Hypophyse (Hirnanhangsdrüse), es spielt eine wichtige Funktion in der Regulation der Schilddrüsenfunktion.

In der Schilddrüse werden die Hormone T3 (Triiodthyronin) und T4 (Levothyroxin) gebildet.
Die Schilddrüsenhormone beeinflussen viele Stoffwechselvorgänge. Vereinfacht regulieren sie die Grundaktivität (im Gegensatz zum Adrenalin oder Cortisol, welche die Aktivität über kurze oder mittlere Zeitdauer anheben können und z.B. in Streßsituationen ausgeschüttet werden).

Kontrolliert wird die Schilddrüsenfunktion durch einen Regelkreislauf. Im Gehirn wird ein Hormon gebildet, das TRH, welches die Produktion eines zweiten Hormons anregt, des TSH, welches in der Hirnanhangdrüse produziert wird und die Schilddrüse zur Produktion und Ausschüttung der oben genannten Schilddrüsenhormone anregt. Diese wirken wieder hemmend auf die Bildung von TSH.

Erkrankungen:
Schilddrüsenüberfunktion: Fast immer im Organ der Schilddrüse bedingt.
Entweder kommt es durch unkontrollierte Bezirke der Schilddrüse zu einer unkontrollierten Hormonproduktion und damit zu einer Überfunktion, die vor allem nach Kontrastmitteluntersuchungen oder selten auch durch Entzündung bedingt auftritt (Kontrastmittel enthalten viel Jod, einem der Grundbausteine der Schilddrüsenhormone),
oder es kommt durch die Bildung stimulierender Antikörper (Morbus Basedow), die die gleichen Rezeptoren wie das TSH reizen, zu einer Ausschüttung der Hormone.
Eine Überdosierung von Schilddrüsenhormonen führt zur Hyperthyreosis factitia.
Bei diesen Erkrankungen sieht man neben einer Erhöhung der Schilddrüsenhormone ein erniedrigtes oder supprimiertes (im normalen Test nicht nachweisbares) TSH im Labor.

Unterfunktionen der Schilddrüse treten durch Erkrankungen der Schilddrüse (Auto-Immunerkrankungen wie Hashimoto Thyreoiditis und nach Operationen) oder der Hypophyse (Verletzung, Tumor wie Kraniopharyngeom oder andere Störungen wie Sheehan-Syndrom) und durch Jodmangel auf.
Bei den Funktionsstörungen der Schilddrüse ist das TSH, da die negative Rückkopplung durch die Schilddrüsenhormone fehlt, stark erhöht. Bei den Störungen der Hypophyse fehlt die Bildung des TSH, daher ist es erniedrigt.
Bei Jodmangel, in Deutschland häufig, kommt es zu einer Erhöhung des TSH und dadurch zur Stimulierung der Schilddrüse, die aber aufgrund des Jodmangel keine Hormone bilden kann. Es kommt durch die Stimulierung zur Zellvermehrung und zur Ausbildung der Jodmangel-Struma. Durch die Dauerstimulation kann es zur Bildung autonomer (unabhängíger) Bezirke kommen, die dann nach Jodgabe massiv und unkontrolliert Hormone bilden (siehe oben).



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