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Der Atlas der internistischen Abdomensonografie


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Niere

Anatomie · Parenchymschaden · Fokale Läsionen · Harnstau

Die Hauptfunktion der bei den meisten Menschen paarig angelegten Nieren liegen in der Kontrolle des Wasser-, Elektrolyt- und Säure-Basenhaushaltes. Außerdem ist die Niere neben der Galle der Ausscheidungsweg für die Stoffwechselprodukte und besitzt endokrine Zellen, deren Hormone Einfluss auf die Erythropoese (Erythopoetin) und Blutdruckregulation (Renin) haben.

Verschiedene Erkrankungen können die Nierenfunktion beinträchtigen.

So können Durchblutungstörungen zu einer Minderperfusion der Nieren, führen. Typisch ist hier der durch den in der betroffenen Nieren erniedrigten Blutdruck ausgelöste Anstieg des Renin und dadurch ausgelöst eine (sekundäre) Hypertonie. Ursächlich können neben einer generalisierten Arterisoklerose auch einzelne Stenosen der Arteria renalis (Sklerose, Dysplastisch) sein. Eine akute Minderperfusion kann beim Schock oder weniger ausgeprägt bei Exsikkose (Fieber, Diuretika, magelnde Flüssigkeitszufuhr) auftreten.

Renale Erkrankungen können in einem akuten oder chronischen Zugrundegehen von Nierengewebe begründet sein. Diesen auch renoparenchymatös bezeichneten Erkrankungen können verschiedene chronische (systemische) Erkrankungen wie Diabetes mellitus, IgA-Nephropathie, Analgetikaabusus oder auch akute wie beim Hämolytisch-urämischen-Syndrom zugrundeliegen.

Postrenale Veränderungen wie Konkremente in den ableitenden Harnwegen, Entzündungen oder Tumore können zu einer Störung des Abflusses und damit zu einer Störung der Funktion der betroffenen Niere führen.

Sonographisch können neben den Nieren (Größe, Parenchym, Pyelon) auch die Gefäße (mit deren Fluß) und die ableitenden Harnwege (Konkremente, Stauung) beurteilt werden.

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Rückblick
9. 3. 1758
Geburtstag von Franz Joseph Gall (Tiefenbrunn, gest. 1828), einem Anatom der initial in Wien und später nach Verbot in Paris arbeitete. Er erfand die Schädellehre (später Phrenologie) bei der er gewisse Eigenschaften gewissen Gehirnregionen zuordnete, die sich dann in der Schädelform äußerten. Später wurde diese Lehre dann zur Rasseneinstufung mißbraucht.


 

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