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Lehrbuch der Gynäkologie

Otto Küstner, 4.Auflage 1910

 

I. ABSCHNITT.
Anatomie, Entwickelung und Störungen der Entwickelung der weiblichen Genitalien.

Kapitel I.
Anatomie.
Von Bernhard Kroenig.

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VAGINA


Von dem Uterus bis zum Vestibulum vaginae erstreckt sich die Scheide, ein von vorn nach hinten abgeplatteter muskulöser Schlauch. Die vordere und hintere Wand dieses Scheidenschlauches liegen gewöhnlich aneinander; dadurch, daß sich an der vorderen und hinteren Wand der Scheide in der Mitte je ein Längswulst erhebt, erhält der Querschnitt des Scheidenrohrs die Gestalt eines H. Nach dem Uterus zu mündet die Scheide blind als Scheidengewölbe (Fornix vaginae), welches den zapfenförmig hereinragenden Scheidenteil des Uterus (die Portio vaginalis uteri) aufnimmt. Durch diesen Zapfen wird das Scheidengewölbe in einen vorderen und hinteren, rechten und linken Teil geschieden. Das hintere Scheidengewölbe ist erheblich tiefer ausgebuchtet als das vordere, was einmal dadurch bedingt ist, daß die hintere Scheidenwand höher nach dem Uterus zu hinaufragt, dann dadurch, daß die Portio vaginalis gewöhnlich eine von vorn oben nach hinten unten ziehende Richtung einhält. Bei Frauen im geschlechtsreifen Alter bildet die Scheidenschleimhaut vorn und hinten kräftig entwickelte Querfaltungen, welche besonders deutlich in den unteren Abschnitten der Scheide entwickelt sind. Sie erreichen in der Medianlinie ihre größte Erhebung, um sich nach den Seitenkanten der Scheide hin abzuflachen. In die Medianlinie vereinigen sie sich zu einem mehr oder weniger stark prominierenden Längswulst, der Columna rugarum anterior et posterior.

Der muskuläre dickwandige Schlauch der Vagina ist in ein lockeres Zellgewebe eingelassen, wobei die Richtung des Scheidenrohrs ungefähr dem Verlauf der Beckenachse entspricht. Die vordere Wand der Scheide grenzt zu einem kleinen Teil noch an den Fundus der Blase heran, zum größeren Teil liegt ihr das Trigonum vesicale an. Getrennt sind beide Gebilde durch Bindegewebe, welches zwischen Scheide und Fundus der Blase locker ist, sich dagegen verdichtet, je mehr sich die bindegewebige Grenzschicht der Urethra nähert. Die Trennungsschicht zwischen Scheide und Rectum wird durch mehr lockeres Zellgewebe gebildet. Während der größte Teil der hinteren Scheidewand dem Rectum anliegt, stößt ein kleiner Teil des oberen hinteren Scheidengewölbes an den DouGLASschen Raum an.

Die Scheidenwand setzt sich zusammen aus dem mehrfach geschichteten Plattenepithel, dem subepithelialen Bindegewebe und einer dünnen Muskelschicht, welche aus Muskelzügeu besteht, welche im allgemeinen der Längsachse des Scheidenrohrs parallel verlaufen.

Das Scheidenrohr wird mit Blut versorgt in den oberen Partien aus einem Zweigast der Art. uterina, dem Ramus cervico-vaginalis; in dem mittleren und unteren Drittel mehr aus der Art. haemorhioidalis media und der Art. pudenda interna.

Die Venen bilden besonders an den Seitenwänden des Scheidenrohrs einen äußerst blutreichen venösen Plexus, welcher sein Blut nach Vereinigung zu größeren Venenstämmen in die Vena hypogastrica abgibt.

Die Lymphgefäße bilden ein das Scheidenrohr dicht umgebendes Netz, welche zahlreiche Anastomosen untereinander eingehen. Die abführenden Lymphstämme gehen zum Teil zu den Beckendrüsen, zum Teil vereinigen sie sich mit den Lymphsträngen des Rectuins, um zu den Lymphoglandulae anorectales zu gelangen. Die Lymphstränge, welche die Lymphe aus den unteren Teilen der Scheide abführen, lassen zum Teil ihre Lymphe zu den inneren Inguinaldrüsen gelangen.}}




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Achtung!
Dieses Buch ist ein altes Fachbuch, der Inhalt entspricht nicht dem aktuellen Stand der Medizin. Angegebene Therapien entsprechen höchstens dem Stand der Medizin zum angegebenen Druckdatum. Dasselbe gilt für eine ggf. angegebene Rezeptur für ein Medikament. Diese entsprechen nicht dem heutigen Stand der Medizin und sind unter Umständen sogar körperlich schädigend. Die Zubereitung von Rezepturen und die Anwendung derselben gehört in die Hände erfahrener Ärzte und Apotheker.
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24. 1. 1957
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