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Meine Wasserkur

Sebastian Kneipp, 49. Auflage 1894

 

Einleitung
Von Sebastian Kneipp.

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Wasseranstalten



An dieser Stelle muß ich es sagen, daß ich nicht alle an unseren dermal bestehenden Wasserheilanstalten üblichen Anwendungen billige, manchmal sogar entschieden mißbillige. Dieselben erscheinen mir viel zu stark und — man verzeihe den Ausdruck — viel zu einseitig. Gar zu Vieles wird über denselben Leisten geschlagen, und viel zu wenig wird nach meinem Dafürhalten unterschieden zwischen den verschiedenen Patienten, ihrer größeren oder geringeren Schwäche, der mehr oder minder tief eingesessenen Krankheit, deren mehr oder weniger weit fortgeschrittenen Verwüstungen und Folgen u.s.w. Darin gerade, in der Mannigfaltigkeit aller Anwendungen und in der verschiedenartigen, jedem einzelnen Patienten durchaus angemessenen Applizirung derselben Anwendung wird und muß sich der Meister zeigen. Es kamen zu mir aus verschiedenen Heilanstalten Kranke, welche bitter klagend sagten: "Es ist nicht zum Aushalten, es hat mich förmlich ausgeworfen." Das soll und darf nicht sein. Einst stellte sich mir ein gesunder Mann vor, welcher behauptete, er habe sich beim Waschen in der Frühe verdorben. "Wie haben Sie es denn angestellt?" fragte ich, "Ich habe," lautete die Antwort, "eine Viertelstunde lang den Kopf unter das Brunnenrohr gehalten, welches eiskaltes Wasser ausspie." Ein Wunder, wenn sich ein derart Muthwilliger nicht gründlich verderben würde! Wir spotten und lächeln über ein solch thörichtes, unvernünftiges Verfahren. Und doch, wie Viele, bei denen man voraussetzen mußte, daß sie vernünftig das Wasser anzuwenden wissen, haben ebenso thöricht, nach meinem Dafürhalten noch thörichter gehandelt und damit für immer die Patienten vom Wasser zurückgeschreckt. Zahlreiche Beispiele könnten meiner Behauptung als ebensoviele schlagende Belege dienen.

Ich warne vor jedem zu starken und vor jedem zu häufigen Anwenden des Wassers. Der sonstige Nutzen des Heilelementes kehrt sich in Schaden, das hoffende Vertrauen des Patienten in Furcht und Entsetzen.



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Achtung!
Dieses Buch ist ein altes Fachbuch, der Inhalt entspricht nicht dem aktuellen Stand der Medizin. Angegebene Therapien entsprechen höchstens dem Stand der Medizin zum angegebenen Druckdatum. Dasselbe gilt für eine ggf. angegebene Rezeptur für ein Medikament. Diese entsprechen nicht dem heutigen Stand der Medizin und sind unter Umständen sogar körperlich schädigend. Die Zubereitung von Rezepturen und die Anwendung derselben gehört in die Hände erfahrener Ärzte und Apotheker.
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Rückblick
24. 1. 1847
In Leipzig führten die beiden Ärzte Heinrich Eduard Weickert und Carl Friedrich Eduard Obenaus die erste Äthernarkose in Deutschland durch. Sie entfernten einem Patienten eines Backenzahn.


 

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