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Atlas der Hautkrankheiten

E. Jacobi, 5. Auflage 1913

 

Hautkrankheiten
Von E. Jacobi.
Ekzem.

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Ätiologie



Eczema e professione

Die Ätiologie des Ekzems ist zur Zeit noch nicht vollkommen klargestellt; es werden nicht nur äußere Reize für das Auftreten von Ekzemen verantwortlich gemacht, sondern auch eine innere Disposition herangezogen; letztere dürfen wir wohl nur als mitwirkenden Faktor, nicht aber als alleinige Ursache in Betracht ziehen. So werden an allgemeinen Ernährungsstörungen, Anämie, Chlorose, an Störungen der Verdauung (besonders bei Säuglingen), ferner an Konstitutionsund chronischen Infektionskrankheiten, Diabetes, Nephritis, an Skrofulose leidende Individuen leichter an Ekzem erkranken wie solche, deren allgemeine und Hauternährung eine vollkommen normale ist. Allseitig anerkannt als direkte Ursache der Ekzeme sind Reize chemischer und mechanischer Natur, besonders wenn diese wiederholt oder längere Zeit auf die Haut einwirken, jedoch ist auch hier immer eine gewisse Disposition erforderlich, um das Bild des Ekzems zu erzeugen. Zwar gelingt es vielfach nicht, den betreffenden Reiz direkt nachzuweisen, doch ist mehr als wahrscheinlich, daß eine ganze Reihe der im täglichen Leben mit der Haut in Berührung kommenden Stoffe im stande ist, bei disponierten Individuen Ekzem zu erzeugen; so wurde vor längeren Jahren die Primula obconica als Veranlassung sehr intensiver und hartnäckiger Ekzeme entdeckt. Bekannt als Ursache für Ekzeme sind einzelne Chemikalien, z. B. Jodoform, Sublimat, Karbol, Arnika, ätherische Öle, Terpentin, gewisse Seifen, ja gewöhnliches Wasser bei längerer Anwendung, z. B. in Form von Prießnitzschen Verbänden etc. Auch chemische Lichtstrahlen können Ekzeme hervorrufen. Ebenso weiß man, daß Zement, Schwarzkalk und Mehlstaub Ekzeme verursachen können (Fig. 184), doch dürfte hier eine chemische Einwirkung zusammen mit einer mechanischen im Spiele sein, welch letztere allein für sich ebenfalls Ekzeme erzeugen kann, wie z. B. nach lange fortgesetztem Kratzen bei Scabies typische Ekzeme entstehen.
Durch neuere Arbeiten wurde festgestellt, daß den gewöhnlichen Eitererregern, den Staphylokokken, ebenfalls eine Rolle in der Ätiologie der Ekzeme zukommt, doch scheint es, daß sie erst an zweiter Stelle kommen, respektive die weitere Entwicklung eines Ekzems bewirken. Schließlich gibt es noch gewisse Erkrankungen der Haut, die man ebenfalls zu den Ekzemen rechnet, bei denen jedoch Mycelpilze, wenn sie nicht als alleinige Erreger zu betrachten sind, so doch die spezielle Form bedingen - mykotische, respektive seborrhoische Ekzeme.




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Dieses Buch ist ein altes Fachbuch, der Inhalt entspricht nicht dem aktuellen Stand der Medizin. Angegebene Therapien entsprechen höchstens dem Stand der Medizin zum angegebenen Druckdatum. Dasselbe gilt für eine ggf. angegebene Rezeptur für ein Medikament. Diese entsprechen nicht dem heutigen Stand der Medizin und sind unter Umständen sogar körperlich schädigend. Die Zubereitung von Rezepturen und die Anwendung derselben gehört in die Hände erfahrener Ärzte und Apotheker.
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27. 5. 1910
Todestag von Robert Koch (1843-1910), bekannt für seine mikrobiologischen Forschungen. Unter anderem entdeckte er die Erreger des Milzbrandes (1876) und der Tuberkulose (1882). Für letzteres erhielt er 1905 den Nobelpreis für Medizin.


 

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