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Neue Heilwissenschaft

Louis Kuhne, Leipzig 1896

 

Behandlung und Heilung von Wunden ohne Medikamente und ohne Operationen.
Von Louis Kuhne.

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Quetschungen, Kontusionen und innere Verletzungen.


Auch für die Quetschungen ist das gleiche Verfahren angezeigt, wie für die äusseren Verletzungen. Nicht selten geschieht es, dass sich bei Quetschungen sowie bei Kontusionen und inneren Verletzungen im inneren Körper Blutblasen und Blutansammlungen bilden, welche störend auf den ganzen Organismus einwirken. Kann man von aussen in keiner Weise ankommen, so bringen meine ableitenden Bäder, indem sie eine blosse innere Abkühlung des Körpers herbeiführen und gleichzeitig alle Nerven des Körpers in ungeahnter Weise stärken, eine wunderbare Heilung zu stande.

Angenommen, es könnten in einzelnen Fällen durch meine ableitenden Bäder innerlich angesammelte, geronnene Blutmassen oder andere Zersetzungsprodukte schwer oder nicht schnell genug zur Auflösung und Ausscheidung gelangen, so wendet man mit hervorragendem Erfolge lokale Dampfbäder mit nachfolgender Ableitung durch die Reibebäder an. Durch die Dampfbäder werden jene für den Körper schwer transportfähigen Ausscheidungsprodukte ausscheidungsfähiger gemacht. Auch diesem Abschnitt seien einige Beispiele ergänzend hinzugefügt.

In meine Sprechstunde kam ein Mädchen, welchem der Zeigefinger der rechten Hand in einer Strickmaschine zerquetscht und mehreremale zerstochen worden war. Das Mädchen stand in den ersten Wochen in Behandlung des Kassenarztes, welcher, die ganze Antisepsis aufbietend, die Wunde nicht zu heilen vermochte. Ganz abgesehen von den fürchterlichen Schmerzen, welche die Patientin bei dieser Behandlungsart ausstehen musste, hatte er Jodoform, Karbol und Salicyl angewendet und nicht unterlassen, das Mädchen auf die möglicherweise notwendig werdende Amputation des Fingers oder der Hand aufmerksam zu machen. Nach den ersten zwei Wochen schwoll der Finger immer dicker an und wurde schliesslich völlig blaurot, wobei die Schmerzen sehr zunahmen. In der dritten Woche war auch die ganze Hand dergestalt angeschwollen, dass dieselbe ebenfalls blaurot aussah. Schliesslich fragte der Arzt die Patientin, ob sie den Mut habe, sich die Hand abnehmen zu lassen. Diese Erklärung flösste ihr grossen Schrecken ein und so kam sie zu mir.
Mein Verfahren anwendend, wurden sofort kalte Wasserumschläge und täglich zwei lokale Dampfbäder mit nachfolgender Ableitung durch Reibesitzbäder gebraucht. Schon nach zweistündiger Behandlung waren die Schmerzen fast verschwunden. Sie sind während der ganzen Behandlung auch nicht wiedergekehrt. Die übermässige Anschwellung der Hand und des Fingers ging stündlich zurück, so dass diese Gliedmaassen bereits nach zwei Tagen ihre natürliche Form und Farbe wieder erlangt hatten. Nach drei bis vier Wochen war das Mädchen wieder arbeitsfähig, wiewohl es die Hand noch nicht völlig frei zu benutzen vermochte.

Wurde zwar somit eine für die Wissenschaft vielleicht interessante Operation verhindert, so wurde auch gleichzeitig verhütet, dass das Mädchen zum Krüppel wurde.

In einem andern Falle trieb die eiserne Notwendigkeit einen Zimmermann zu mir. Derselbe hatte sich seine linke Hand sowohl auf der inneren als auf der oberen Hautfläche schwer gequetscht und verwundet. Zur antiseptischen Behandlung hatte der Mann infolge früher gemachter schlechter Erfahrungen kein Vertrauen. Sein ganzer Arm war bis zur Schulter bereits sehr angeschwollen und völlig unbeweglich. In kaum drei Stunden hatte er durch mein Verfahren die Schmerzen gestillt, und schon nach 48 Stunden war die Geschwulst völlig beseitigt. Nach 14 Tagen war die Hand wieder vollständig arbeitsfähig.



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Achtung!
Dieses Buch ist ein altes Fachbuch, der Inhalt entspricht nicht dem aktuellen Stand der Medizin. Angegebene Therapien entsprechen höchstens dem Stand der Medizin zum angegebenen Druckdatum. Dasselbe gilt für eine ggf. angegebene Rezeptur für ein Medikament. Diese entsprechen nicht dem heutigen Stand der Medizin und sind unter Umständen sogar körperlich schädigend. Die Zubereitung von Rezepturen und die Anwendung derselben gehört in die Hände erfahrener Ärzte und Apotheker.
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23. 4. 1963
Der Arzt Mathe transplantiert erstmalig erfolgreich Knochenmark in Paris.

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