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Neue Heilwissenschaft

Louis Kuhne, Leipzig 1896

 


Von Louis Kuhne.

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Kurberichte 1-10


No. 1. Lungenkatarrh, kalte Füsse, Magenleiden, Leberleiden, Rachenkatarrh.
Der 27 jährige Herr H. aus L. gebrauchte mein Verfahren für obige Leiden. Namentlich waren es Rumpfreibebäder, später auch Reibesitzbäder, und reizlose Diät, die bei ihm in Betracht kamen. Der Erfolg trat schnell ein. Die Verdauung und das Magenleiden wurden schon am zweiten Tage besser, wodurch dann in den nächsten Tagen eine beständig fortschreitende Besserung der übrigen Folgeübel eintrat. Nach drei Wochen war der Patient von allen seinen Leiden geheilt, und was ihn am meisten wunderte, war, dass er auch wieder warme Füsse bekommen hatte, ohne irgend eine örtliche Behandlung an denselben!


No. 2. Gallensteine, chronische Darmentzündung, Nervosität, Schlaflosigkeit.
Frau R. hatte grosse Beschwerden mit ihrem Stuhl (chronische Darmentzündung), auf natürlichem Wege war derselbe nicht zu erzielen, es musste stets mit Medikamenten und Klystieren nachgeholfen werden. Auch litt sie an Gallensteinen. Von Monat zu Monat wurde sie dicker und korpulenter, bis ihr Zustand schier unerträglich war. Im höchsten Grade nervös und ohne Schlaf, litt sie an Schmerzen in der Lebergegend infolge der Gallensteine und völliger Appetitlosigkeit, als ihr die behandelnden Ärzte als letztes Hilfsmittel eine Operation der Gallensteine in Aussicht gestellt hatten. Da sie schon so viel Ungünstiges von den Operationen gehört hatte, so kam sie, Hilfe suchend, in jenem bedauernswerten Zustand zu mir.
Täglich zwei bis fünf ableitende Reibebäder, wöchentlich ein bis zwei Dampfbäder, daneben fleischlose Kost, das waren auch hier die wirksamen Mittel meines einheitlichen Heilverfahrens. In den ersten 8 Tagen war der Erfolg recht gering. In der zweiten Woche wurden Appetit, Stuhl und Schlaf normal, in der dritten Woche war das Nervenleiden geschwunden. Die vierte Woche brachte kolossale, pestilenzialisch stinkende, kohlschwarze (brandige) Stuhlausleerungen in ruhrartiger Weise. Hatte auch der Körper fast 30 Pfund abgenommen, so war doch der viel zu starke Leib normaler geworden. Nach der fünften Woche der Kur begannen sich die Gallensteine zu lösen und wurden deutlich sichtbar als Steingries durch den Urin ausgeschieden. In sieben Wochen war dieser schwere Patient geheilt.


No. 3. Hautflechte.
Herr 0. aus N. litt seit seiner zweiten Impfung an Hautausschlag, der sich allmählich über den ganzen Körper verbreitete. Es mussten ihm Handschuhe angezogen und nachts die Hände festgebunden werden, damit er sich nicht zerkratzte. Seine Beinkleider, ja selbst die Taschen des Überziehers zerkratzte er regelmässig nach kurzer Zeit. Er konnte nicht mit teilnehmen an den Spielen seiner Kameraden, er suchte sich die Zeit dafür durch Lesen zu vertreiben, was aber seinen gedrückten Gemütszustand eher verschlimmerte. Mit dem Alter nahm sein Leiden noch zu, besonders wurde sein Seelenzustand ein bedenklicher, dachte er doch nur noch an sein bevorstehendes Ende.
Da wurde er zufällig mit den Anwendungen der Naturheilkunde bekannt, um aber bald darauf zu meiner Kur zu greifen, die er durch mein Lehrbuch der neuen Heilwissenschaft kennen lernte. Er besass Energie und hatte die Freude, recht bald eine Besserung seines Allgemeinbefindens zu spüren, der auch eine allmähliche Abheilung des Hautausschlages folgte, so dass schliesslich die Frucht des Impfens beseitigt wurde. Ja, an den Früchten sollt ihr sie erkennen; die Impfung brachte den Ausschlag, die neue Heilkunst beseitigte ihn.


No. 4. Krebs.
Ein 25jähriger Brasilianer litt an Krebsgeschwüren, die sich im Laufe von 8 Jahren entwickelt hatten und vom Hals bis zum Magen erstreckten. Nach jeder Nahrungsaufnahme bluteten sie, und aus dem Halse des Kranken strömte ein so unangenehmer Geruch, dass niemand in seiner Nähe weilen mochte. War es ein Wunder, dass er sich fortwährend mit Selbstmordgedanken trug?
Einige durch meine Kur Geheilte veranlassten ihn endlich, ebenfalls dieselbe anzuwenden. Das erste Vierteljahr wurde es scheinbar schlimmer, da sich die Krebsknoten. auflösten und dabei viel Schmerzen verursachten. Trotzdem hielt er aus, und endlich spürte er die eingetretene Besserung seines Zustandes. Nach Verlauf von einem Jahre war der junge Mann gesund. Er ist ein arbeitstüchtiger, lebenslustiger Mensch und ein eifriger Pionier für die neue arzneilose und operationslose Heilkunst geworden.


No. 5. Gelbsucht, Schwäche, Kopfschmerzen.
Im Frühjahr 1887 klagte die dreizehnjährige Tochter der Frau L. von hier über grosse Müdigkeit, Unlust zur Arbeit, allgemeine Schwäche, Kopfschmerzen, kurz allgemeines Unbehagen; nach mehreren Tagen färbte sich das Weisse der Augen gelb, dann verbreitete sich diese hässliche Farbe über das ganze Gesicht und den Hals und schliesslich über den ganzen Leib. Dabei konnte man deutlich erkennen, dass ein starkes Fieber in dem Körper wütete, welches vom Unterleibe aus sich über den ganzen Organismus verbreitet hatte, aber, wie nach der Natur des Gärungsprozesses notwendig, am Kopf äusserlich sichtbar geworden war. Die Verordnung war: Reizlose Diät, dreimal täglich ableitende Bäder zur Beseitigung des Gärungsstoffes und Öffnung der Hautporen. In vierzehn Tagen war die Gelbsucht völlig beseitigt und geheilt.


No. 6. Knochentuberkulose.
Über 3/4 Jahr in erfolgloser allopathischer Behandlung, litt Herr A. H. aus W. an Knochentuberkulose und war mit Jodoform, Karbol, Sublimat u. s. w. behandelt worden. Es hatten bereits mehrere Operationen an beiden Beinen stattgefunden, wobei auch Knochenstücke herausgeschnitten worden waren. Durch all dies lokale Herumquacksalbern war der Zustand des Patienten so trostlos geworden, dass er nicht mehr gehen konnte. In dieser Verfassung übernahm ich den Kranken. In 3 Monaten heilten die Wunden an den Beinen zu und die aufgetriebenen schwammigen Knochen wurden fester und dünner. Der Patient vermochte bald wieder zu gehen und war nach drei Monaten soweit, dass er sich für vollkommen gesund erklärte.


No. 7. Hüftgelenkentzündung (Ischias), Körperverkrüppelung, Lahmheit.
Der 12 jährige Oswald Z. aus K. war an Hüftgelenkentzündung erkrankt, nachdem er vorher an
Husten und Erkältung gelitten hatte. Seine Leiden wurden durch die naturwidrige Behandlung seitens verschiedener Ärzte, durch Medikamente, Streckbett u. s. w. so verschlechtert, dass der arme Knabe eine harte, steife Hüfte davongetragen hatte und ganz schief und lahm ging. Das rechte Bein war unentwickelter und magerer als wie das linke.
Eine örtliche Behandlung des steifen, verkrüppelten Beines wurde nicht vorgenommen, vielmehr bildeten ableitende Bäder und reizlose Diät die Haupt-Heilfaktoren. Die Wirkung dieser Anwendungen liess nicht lange auf sich warten. Nach vierzehn Tagen konnte der Knabe bereits ohne Krücke und Stöcke wieder gehen. Nach vier Wochen war die harte Hüfte wieder normal weich und jede Verkrüppelung geschwunden, das Bein wieder so beweglich wie das linke. Innerhalb eines halben Jahres hatten sich dann die zurückgebliebenen unentwickelten Teile des Beines und Fusses wieder vollständig ausgeglichen.


No. 8. Allgemeine Schwäche, Rückenschmerzen, kalte Hände und Füsse, Blutarmut, Geburts-Erleichterung.
Es waren viele Krankheiten, an denen Frau E. in W. bei P. litt. Sie befand sich gleichzeitig in schwangerem Zustande. Alle Arzte hatten ihr gegen ihre Leiden bis jetzt nicht helfen können und sie setzte daher ihre letzte Hoffnung auf meine Kur. Ich verordnete ihr täglich ein Rumpf- und zwei Reibesitzbäder, danach Erwärmung durch Gehen in der Sonne, daneben einfachste, reizlose Diät. Nach einigen Monaten kam Frau E. wieder zu mir und berichtete folgendes: Sie habe meine Anordnungen genau befolgt und bereits innerhalb acht Tagen eine Stärkung wahrgenommen, die immer weiter fortgeschritten sei, je länger sie die Kur gebraucht habe. Vor vier Wochen sei sie niedergekommen und wäre diese Geburt zur Überraschung der Hebamme von allen die leichteste gewesen. Während früher stets Schwierigkeiten mit der Nachgeburt entstanden, mit welcher stets sehr dickes, brandiges Blut abgegangen sei, wäre' diesmal alles auffallend leicht und ohne jede Beschwerden vor sich gegangen. Auch sei das Kind von allen das munterste. Während sie früher niemals ausreichende Nahrung mehr für ihre Kinder gehabt habe, sei dieses Mal überraschend viel und ausreichende Nahrung vorhanden. Auch habe sie jetzt einen weit besseren Appetit als früher. Sie habe eingesehen, dass diese Lebensweise nicht nur weit einfacher als die sonst übliche, sondern auch bei weitem gesünder sei.


No. 9. Drüsengeschwulst.
Bei der etwa neunjährigen E.K. entstand auf der linken Seite des Halses eine Drüsengeschwulst, die allmählich bis zur Grösse eines grossen Hühnereies anschwoll. Dieselbe wurde mit täglichen Rumpfreibe- und Reibesitzbädern in Dauer bis zu einer halben Stunde und wöchentlich zwei Teildampfbädern in Verbindung mit einer angepassten Diät behandelt. Anfangs war die Geschwulst dunkelrot, dann wurde sie dunkelblaurot. Nachdem der Prozess ca. drei Wochen gewährt, wurden dem Kinde die Dampfbäder unbequem, da der Kopf durch die sehr gross gewordene Geschwulst in eine schiefe Stellung gebracht und unbeweglich geworden war. Infolgedessen wurden sie durch heisse Wasserumschläge ersetzt. Die letzteren wurden so warm genommen, wie es der Körper vertragen konnte. Hier konnte man deutlich die Bewegung des Krankheitsstoffes wahrnehmen. Denn der Eiter drang durch die Haut hindurch und verunreinigte das umgelegte Tuch, ohne dass irgend eine Öffnung vorhanden gewesen wäre. Schliesslich entstanden zwei ungefähr erbsengrosse Öffnungen, welche eine sehr grosse Menge Eiter entleerten. Nunmehr fiel die Geschwulst sehr schnell. Aber hinter derselben bildete sich eine neue, die indessen sehr bald wieder verging, nachdem sie ihren Inhalt durch die erste und deren Öffnungen entfernt hatte. Nach vier Wochen war die Krankheit so weit gehoben, dass das Kind wieder die Schule besuchen konnte. Nach fünf Wochen waren alle Unbequemlichkeiten verschwunden und wie der Kopf so auch der Hals wieder frei beweglich.
Schmerzen hatte der ganze Prozess fast gar nicht mit sich gebracht, weil sie stets einerseits durch die Teildampfbäder und heissen Umschläge, anderseits durch die ableitenden Bäder in Schranken gehalten wurden. Narben blieben nicht zurück.


No. 10. Brust-und Nasenkrebs.
Frau Fleischermeister Sp. aus Leipzig-Reudnitz hatte alle möglichen Mittel gegen ihr schweres Leiden, Brust- und Nasenkrebs, gebraucht, leider aber ohne Erfolg. Da machte sie eines Tages jemand auf mein Heilverfahren aufmerksam, und so bat sie mich, nach ihrer Wohnung zu kommen. Ich entsprach diesem Gesuche und fand die Frau in einem jämmerlichen Zustande. Auf der Brust war eine faulige, fressende, tiefe Wunde aufgebrochen, so gross, dass sie kaum von einer grossen Hand überdeckt werden konnte. Dann war die halbe Nase bereits vom Krebs zerstört, und endlich hatten sich auf der Stirn zwei dicke rote Geschwülste (Krebsknoten) gebildet, die eben im Begriff waren, aufzubrechen. Ich ordnete nach meiner Untersuchung sofort eine entsprechende Kur an, die vom besten Erfolge begleitet war. Zuerst gingen die Geschwülste an der Stirn zurück, dann heilte die Brust und endlich die Nase. Als die Frau nach einigen Monaten der Kur schon viel gebessert in meine Sprechstunde kam, um von ihrer Besserung Bericht zu erstatten, sah sie noch ganz entsetzlich abschreckend aus. Heute hat sie sich in eine ansehnliche, man darf sagen hübsche Frau zurückverwandelt. Und das Wunder -denn als ein solches muss es jedem erscheinen, der diese Kranke in der Zeit ihres schwersten Leidens gesehen hat — ist nur herbeigeführt worden durch kurgemässe Diät, Rumpf- und Sitzbäder und Schweisserzeugung, ohne das Geringste an Brust, Nase oder Stirn vorzunehmen.
In noch nicht 9 Monaten hat Frau Sp. durch konsequente Durchführung meiner Kur ihr schweres Leiden beseitigt.




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Achtung!
Dieses Buch ist ein altes Fachbuch, der Inhalt entspricht nicht dem aktuellen Stand der Medizin. Angegebene Therapien entsprechen höchstens dem Stand der Medizin zum angegebenen Druckdatum. Dasselbe gilt für eine ggf. angegebene Rezeptur für ein Medikament. Diese entsprechen nicht dem heutigen Stand der Medizin und sind unter Umständen sogar körperlich schädigend. Die Zubereitung von Rezepturen und die Anwendung derselben gehört in die Hände erfahrener Ärzte und Apotheker.
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Rückblick
24. 1. 1847
In Leipzig führten die beiden Ärzte Heinrich Eduard Weickert und Carl Friedrich Eduard Obenaus die erste Äthernarkose in Deutschland durch. Sie entfernten einem Patienten eines Backenzahn.

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