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Neue Heilwissenschaft

Louis Kuhne, Leipzig 1896

 


Von Louis Kuhne.

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No. 11. Offene Beinwunde.
Lehrer F. in Brasilien teilt mir mit, dass er einen grossartigen Erfolg durch meine Kur erzielt habe. Er litt 7 Jahre lang an einer offenen Beinwunde, ging von einem Arzte zum andern, trug sein sauer erworbenes Geld in die Apotheke und dabei wurde die Wunde immer grösser, immer bösartiger, so dass er, gänzlich arbeitsunfähig, manchmal Höllenqualen ausstehen musste.
Da bekam er mein Lehrbuch der neuen Heilkunst in die Hand. Er entschloss sich nach dessen Studium sofort, einen Versuch mit meinem Verfahren zu machen. Er nahm nur Rumpfbäder, erzielte durch diese aber doch auch eine vollkommene Heilung und zwar in etwa Jahresfrist. Durch Reibesitzbäder würde er voraussichtlich das Ziel in etwas kürzerer Zeit erzielt haben.
Der Geheilte berichtete über seinen Erfolg in einer deutschen Zeitung in Porto Alegre.


No. 12. Nieren- und Blasenleiden, Wassersucht, Leberleiden.
Frau B. in P. war lange Jahre blasen- und nierenleidend. Die ärztliche Behandlung brachte nicht nur keine Linderung, sie konnte auch das Hinzutreten von Wassersucht nicht verhindern. Jetzt entschloss sich Frau B., meine Kur anzuwenden. Meine Verordnung lautete: Täglich 2 Rumpfbäder und 1 Reibesitzbad, sowie naturgemässe Diät mit Ausschluss von Suppen.
Es traten bald Krisen ein, wochenlang fehlte es völlig an Appetit, so dass Frau B. beinahe den Mut verlor, die Kur fortzusetzen. Ihre Tochter ermutigte sie zum Aushalten, und bald lohnte sie auch der Erfolg aufs reichlichste. An Stelle der Rumpfbäder wurden schliesslich auch noch Reibesitzbäder verordnet, damit der Fortschritt ein rascherer werde. Es wichen so allmählich Wassersucht, Nierenleiden und Leberleiden.
Vor kurzem stellte sich Frau B. als genesen vor, und wer sie sah, der merkte ihr sicher nichts mehr an, wie schwer krank sie vormals war.


No. 13. Herzleiden, Mouches volantes, Schwarze Punkte.
Eine sehr unangenehme Erscheinung ist es, wenn vor den Augen schwarze Körper hin- und herzuschweben scheinen, ohne dass ein äusserer vor den Augen befindlicher Gegenstand vorhanden ist. Diese Wahrnehmung entsteht dadurch, dass sich Fremdkörper, zellige Elemente im Glaskörper des Auges einlagern und auf die Netzhaut kleine Schatten werfen (Mouches volantes, fliegende Mücken). Es ist selbstverständlich, dass bei der allgemeinen Reinigung des Körpers auch diese Fremdkörper mit entfernt werden. Und so berichtet mir denn auch Herr Rechtsanwalt F. H. in B., dass er im Verlauf seiner Kur, die er in erster Linie gegen ein alt-eingewurzeltes Herzleiden und zwar mit bestem Erfolge gebrauche, auch seine mouches volantes vollständig verloren habe.

No. 14. Jahrelanger Durchfall, Ruhr.
Frau W. aus Amerika klagte über Ruhr und sehr schwächenden, schon vier Jahre andauernden Durchfall, der durch die von ihr auf Anraten verschiedener Ärzte gebrauchten Mittel nicht zu heben gewesen sei.
Ich riet ihrem Zustande angepasste, leicht verdauliche Kost, ableitende Reibebäder, dreimal täglich und wöchentlich drei Dampfbäder an. Nach drei Wochen war ihr Leiden gänzlich beseitigt.


No. 15. Leberleiden, Dickdarm-Entzündung, Schweissfüsse, Magenkatarrh.
Seit langer Zeit litt Herr Direktor M. aus D. an Dickdarm-Entzündung, welche, chronisch geworden, in ihrem Gefolge ein arges Leberleiden nach sich gezogen hatte. Jahrelang wurden die verschiedensten allopathischen Kuren angewandt, keine Behandlungsart wollte helfen. Anfang September trat Herr M. in meine Behandlung. Der Erfolg war grossartig. Der gleichzeitig bestehende Magenkatarrh war in einigen Tagen gehoben, die Verdauung wurde bereits in der ersten Woche normal und regelmässig. Die vielen in ihm seit Jahren aufgespeicherten Krankheitsstoffe gingen rasch aus dem Körper, sein Zustand besserte sich von Woche zu Woche. Nach zwei Monaten, in welcher Zeit er 15 Pfund abgenommen, war Herr M. vollständig geheilt und der sehr übelriechende Schweissfuss gründlich beseitigt.


No. 16. Rückenmarks-Schwindsucht.
Der Schriftsetzer M. in N. litt an Rückenmarks-Schwindsucht, die nach Aussage der Ärzte der Leipziger Universitätsklinik unheilbar sein sollte. M. wurde zunächst über 1 Jahr in genannter Klinik behandelt, ohne auch nur eine Spur von Erfolg zu erzielen. Der Ärmste war jetzt in schlimmer Lage, er bekam längst kein Krankenkassengeld mehr und musste von seinen Verwandten erhalten werden; alle Hoffnung auf Änderung des trostlosen Zustandes hatte ihm das Urteil der Ärzte geraubt. Da hörte er von meinen Heilerfolgen, und er entschloss sich daher zu einem Versuch mit der neuen arzneilosen und operationslosen Heilkunst. So kam er denn mit Hilfe zweier Stöcke herbeigewankt, kraft- und saftlos, trotz der verordneten stärkenden Kost, die man ihm nach Kräften geboten hatte. Die Untersuchung ergab starke Rückenbelastung, verbunden mit bedeutender innerer Hitze und hohem Fieber.
Ich verordnete zunächst Rumpfbäder von 16—18° R. abwechselnd mit Reibesitzbädern, letztere bis zur Dauer einer Stunde, und fleischlose Diät, morgens und abends aus Schrotbrot und Obst, mittags aus Gemüse bestehend. Aller 3—4 Wochen machte sich ein Dampfbad nötig und zwar auf den Unterleib, so dass der Kranke sich während des Dampfbades nicht auf den Rücken legen durfte.
Nach 1/4 Jahr konnte Herr M. wieder ziemlich sicher gehen, nach 1/2 Jahr sogar ohne Stock. Die Rückenbelastung war bereits soweit gewichen, dass er wieder leichte Arbeiten verrichten und ich ihn aus der Behandlung entlassen konnte.


No. 17. Schweres Menstruationsleiden, Gebärmutterblutungen.
Frau W. hier litt seit über acht Jahren an fehlender oder unregelmässiger Menstruation, zeitweilig verbunden mit abnormen Blutverlusten, die sie aller ihrer Kräfte beraubten. Zuerst hatte sie sich an einen hiesigen Arzt, Dr. S., gewendet, der sie längere Zeit, jedoch ohne jeden Erfolg behandelte, ebenso erfolglos war die unangenehme, örtliche Behandlung in der hiesigen Frauenklinik. Meine Verordnungen bestanden in einigen Reibesitzbädern täglich mit der üblichen reizlosen Kost. Überraschend waren die Wirkungen. War Frau W. doch in kurzer Zeit nicht nur von ihren Blutungen befreit, sondern sie erreichte auch nach mehrmonatigem Gebrauch dieser einfachen und kostenlosen Kur wieder eine absolute Regelmässigkeit in ihrer Menstruation. Desgleichen waren ihre Körperkräfte, welche früher bereits den Dienst versagten, ebenfalls wiedergekehrt.


No. 18. Gesichtsrose.
Vor zwei Jahren behandelte ich eine Frau an schwerer Gesichtsrose. Neben meinen sonstigen Vorschriften mussten die. ableitenden Bäder ganz dem Zustande der Patientin angemessen genommen werden. Öfters hatte die letztere, wenn das Fieber und die Entzündung im Gesichte zu gross wurde, das Reibesitzbad auf zwei Stunden hintereinander ausdehnen müssen, mit Erneuerung des Wassers nach jeder halben Stunde, um die Fieberhitze zu heben. Daneben wurden täglich 1—2 Kopfdampfbäder mit nachfolgenden Reibesitzbädern angewendet, welche der Patientin stets grosse Erleichterung verschafften. In kaum acht Tagen war das Leiden vollständig geheilt und die Frau gesünder und frischer als je zuvor.


No. 19. Balggeschwulst, Ohrensausen.
Frau L. aus Gr.-Zs. hatte unterm linken Ohre eine Balggeschwulst in der Grösse einer grossen Wallnus und litt infolgedessen an einem beständigen Ohrensausen auf dem linken Ohre. Drei Jahre lang hatte sie alle möglichen Heilmittel dagegen erfolglos angewendet, konnte sich aber zu einer Operation, welche ihr der Hausarzt vorgeschlagen hatte, durchaus nicht verstehen. So kam sie in meine Behandlung. Angewendet wurden auch hier wieder nur die bekannten ableitenden Bäder neben naturgemässer Ernährung und Gesundheitspflege. Das Ohrensausen hörte nach den ersten Bädern auf. Die Balggeschwulst war nach 6 Wochen beseitigt.


No. 20. Bartflechte, Rückenschmerzen.
An ersterer Krankheit litt Herr H. schon jahrelang. Die ganze Bartpartie sah dunkelrot aus, überall waren Schuppen und entstellende Blütchen sichtbar. Den ganzen Arzneischatz der Allopathie und Homöopathie wie auch die alte Naturheilmethode hatte Herr H. zur Heilung ohne jeden Erfolg versucht.
Wie ich auf Grund meiner neuen Untersuchungsart feststellte, war die Bartflechte erst die Folge einer Rückenbelastung. In der That hatten sich bei ihm seit Jahren fortwährende Rückenschmerzen gezeigt. Infolge dieser Belastungsart ging das Heilungsgeschäft nur langsam von statten.
Mehrmalige tägliche ableitende Bäder, entsprechende Diät und wöchentlich zwei Dampfbäder, das waren auch hier die Heilfaktoren, die ihn von seinem chronischen Leiden in 5 Monaten befreiten.




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Achtung!
Dieses Buch ist ein altes Fachbuch, der Inhalt entspricht nicht dem aktuellen Stand der Medizin. Angegebene Therapien entsprechen höchstens dem Stand der Medizin zum angegebenen Druckdatum. Dasselbe gilt für eine ggf. angegebene Rezeptur für ein Medikament. Diese entsprechen nicht dem heutigen Stand der Medizin und sind unter Umständen sogar körperlich schädigend. Die Zubereitung von Rezepturen und die Anwendung derselben gehört in die Hände erfahrener Ärzte und Apotheker.
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Rückblick
17. 6. 1897
Todestag von Sebastian Kneipp (1821-1897), einem deutschen Priester der von eigener schwerer Erkrankung genesen ein Buch ueber die Heilkunst von Wasseranwendungen schrieb. Die Kneippsche Kur wird heute noch in vielen Heilbädern praktiziert.

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