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Lehrbuch der Gynäkologie

Otto Küstner, 4.Auflage 1910

 

VIII. ABSCHNITT.
Allgemeine Therapie.

Kapitel XXIX.
Algemeine gynäkologisch-therapeutische Methodik.
Von Otto Küstner.

Seite: 6/17Zurück (Knieellenbogenlage)[ I. Gynäkologische Akiurgie | Narkose | Lumbalänesthesie | Operation an Vulva und Vagina | Knieellenbogenlage | Laparotomie | Suprasymphysärer Kreuzschnitt | Fascienquerschnitt | Beckenhochlagerung | Blutstillung | Drainage | Verschluß der Bauchwand | Verband | Kolpotomie | Nachbehandlung | II. Gynäkologische Massage. | III. Gynäkologische Elektrotherapie. ]Weiter (Suprasymphysärer Kreuzschnitt)


Laparotomie


Die Operationen an den inneren Genitalien, von der Bauchhöhle aus, machen die Laparotomie nötig.

Das Operationszimmer sei mit glatter, abwaschbarer Wandbekleidung, mit glattem abwaschbaren Fußboden und mit einem Oberlicht versehen. Fehlt letzteres, so gewährleistet eine Bogenlampe ebenfalls genügende Beleuchtung. Eine ausgezeichnete Beleuchtung, besonders in die Tiefe des Abdomens, liefert der Krönig-SIEDENTOPFsche Spiegelapparat: ein schräg stehender Planspiegel wirft das Licht einer starken elektrischen Lichtquelle auf einen wieder schräg unter 45" gestellten, an der Decke oder an einem hohen Stativ direkt über dem Operationsfeld angebrachten Planspiegel, von welchem aus es auf letzteres reflektiert wird. Befindet sich der Spiegel an der Decke, so läuft er in Schienen und ist je nach der Stellung des Operationsobjektes verschiebbar.

Im Operationsraum selbst stehen nur die für die Operation selbst notwendigen Gegenstände, nichts anderes. Die Waschung und Desinfizierung der Kranken, die Desinfektion und Bekleidung der Operierenden werden in einem Nebenraume, nicht im Operationsraum vorgenommen. (Vgl. Kap. Antiseptik und Aseptik.)

Die Vorbereitung der Kranken, soweit sie sich auf dem Gebiete der Aseptik und Antiseptik bewegt, kam im vorhergehenden Kapitel zur Erörterung. Wenn es die operationsbedürftige Affektion irgend zuläßt, so präpariere man einen Tag lang den Intestinaltraktus. Man sorge für reichliche Ausleerung und gebe außerdem pro die viermal 0,5 Bismuthum subnitricum. Ohne diese Vorbereitung trifft man nicht selten einen vollen, durch Gas aufgetriebenen, peristaltisch sich bewegenden, somit eine Operation im Abdomen im höchsten Maße störenden Darm; mit Vorbereitung liegt der ganze Intestinaltraktus blaß, gasleer und ruhig da.

Doch ist nachdrücklich davor zu warnen, daß mit dieser Vorbereitung übertrieben wird. Werden, wie mancherorts geschehen sein mag, Dutzende von diarrhoischen Stühlen erzeugt, dann kommen die Kranken elend und geschwächt auf den Operationstisch. Das ist ein großer Nachteil.

In den meisten Fällen wird der Schnitt in die Linea alba gelegt. Führt man ihn genau zwischen die zwei Musculi recti, so blutet es sehr wenig. Bei exquisit extraniedianem Sitz der in Angriff zu nehmenden Affektion aber, zumal, wenn voraussichtlich das betreffende Organ eine Dislokation nach der Medianebene zu nicht gestattet, lege ich auch den Schnitt extramedian. Man achte darauf, daß man nicht gerade die Arteria epigastrica trifft.

Die Größe des Schnittes ist von der Größe der zu entfernenden Geschwulst, unter Umständen auch von der Schwierigkeit der Operation, um derentwillen der Bauchschnitt gemacht wird, abhängig. Im Durchschnitt reichen Schnitte von der Symphyse bis in die Nähe des Nabels aus.

Die Schichten, welche man, wenn man in der Linea alba schneidet, durchtrennt, sind: Epidermis, Cutis, Fettschicht, welche bei fetten Personen viele Zentimeter Dicke betragen kann, Fascia superficialis, eventuell Muskulatur, Fascia profunda, Fettschicht, bei weitem nicht von der Mächtigkeit, wie die bereits durchtrennte, Peritoneum.

Um bei dem Manipulieren in der Bauchhöhle das Peritoneum nicht vom Schnittrande abzustreifen und zu insultieren, kann man es nach Eröffnung des Abdomens zweckmäßig mit ein paar Seidensuturen an die äußere Haut annähen, oder es mit besonderen (Peitsch) oder gewöhnlichen Klemmpinzetten oder Hakenklemmen fassen.




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Achtung!
Dieses Buch ist ein altes Fachbuch, der Inhalt entspricht nicht dem aktuellen Stand der Medizin. Angegebene Therapien entsprechen höchstens dem Stand der Medizin zum angegebenen Druckdatum. Dasselbe gilt für eine ggf. angegebene Rezeptur für ein Medikament. Diese entsprechen nicht dem heutigen Stand der Medizin und sind unter Umständen sogar körperlich schädigend. Die Zubereitung von Rezepturen und die Anwendung derselben gehört in die Hände erfahrener Ärzte und Apotheker.
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