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Atlas der Hautkrankheiten

E. Jacobi, 5. Auflage 1913

 

Hautkrankheiten
Von E. Jacobi.
Krankheiten T bis U.

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Ulcus endemicum tropicum

(Leishmaniosis ulcerosa cutis; Aleppo- oder Biskrabeule; Orientbeule etc.).
Tafel 40.

Ulcus endemicum tropicum (Leishmaniosis ulcerosa cutis).

In gewissen Gegenden des Orients, in einer etwa von Marokko bis zum Ganges reichenden Zone, kommt ziemlich häufig eine endemische, durch ein Trypanosoma - Helcosoma tropicum oder Leishmania tropica - verursachte chronische Ulceration, hauptsächlich an den unbedeckt getragenen Körperstellen, vereinzelt oder auch multipel vor. Die Übertragung erfolgt wahrscheinlich in der Regel durch Insekten, doch wird auch Autoinoculation von einem Herd aus beobachtet. Nach einer Inkubationszeit von mehreren Tagen bis zu einigen Monaten entwickelt sich zunächst eine stark juckende indurierte Papel, die sich bald mit einer Borke bedeckt und in ein scharfrandiges, ziemlich tiefes Geschwür mit unebenem Grund von gelbroter bis rotbrauner Farbe umwandelt; in der Umgebung treten Pusteln auf, die zerfallen und so das Geschwür vergrößern, das einen Durchmesser von 1/2 cm bis 10 cm aufweist. Nach monatelangem, auch jahrelangem Bestande pflegt das indolente Geschwür zu vernarben, ohne daß Komplikationen auftreten.

Die Leishmaniosis cutis wird nicht selten von Orientreisenden nach Europa eingeschleppt, aber meist nicht erkannt; weitere Infektionen scheinen bei uns nicht vorzukommen.

Die Diagnose des Ulcus tropicum wird aus dem ungemein chronischen Verlauf unter Berücksichtigung des Ortes, wo die Infektion stattgefunden hat, ohne besondere Schwierigkeiten zu stellen sein; durch den leichten Nachweis der 3X4 µ großen intracellulär gelagerten Parasiten im ausgedrückten Eiter (Giemsa-Färbung) wird die Diagnose gesichert.

Die Prognose ist durchaus günstig.

Therapeutisch käme an erster Stelle die Excision oder Kauterisation in Frage; auch durch Röntgenbehandlung und durch Atoxylinjektionen scheint die Heilung möglich. Aufstreuen von fein pulverisiertem Kaliumpermanganat sowie feuchte Verbände mit antiseptischen Lösungen oder mit Methylenblau bewirken ebenfalls raschere Heilung.

Anm. 66. Moulage des Hopital St. Louis in Paris (Baretta). Mit Erlaubnis von Dr. de Beurmann übernommen aus der Ikonographia dermatologica, Lieferung IV.





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Dieses Buch ist ein altes Fachbuch, der Inhalt entspricht nicht dem aktuellen Stand der Medizin. Angegebene Therapien entsprechen höchstens dem Stand der Medizin zum angegebenen Druckdatum. Dasselbe gilt für eine ggf. angegebene Rezeptur für ein Medikament. Diese entsprechen nicht dem heutigen Stand der Medizin und sind unter Umständen sogar körperlich schädigend. Die Zubereitung von Rezepturen und die Anwendung derselben gehört in die Hände erfahrener Ärzte und Apotheker.
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