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Atlas der Hautkrankheiten

E. Jacobi, 5. Auflage 1913

 

Hautkrankheiten
Von E. Jacobi.
Krankheiten A.

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Alopecia areata.


Tafel 124, Fig. 203.

Alopecia areata

Auf dem Kopfe, sowie an den behaarten Stellen des Gesichtes und Rumpfes wird nicht selten ein akut auftretender Haarausfall in Scheibenform bei vollkommen intakter Haut beobachtet: Alopecia areata oder Area Celsi (Fig 203). Bei der mit unbedeutenden oder gar keinen subjektiven Symptomen verbundenen Erkrankung sind die Haare der Umgebung gelockert, hier und da finden sich vereinzelte abgebrochene Haarstümpfe und an den Rändern kleine, komedonenähnliche Pfropfe (Cocons), die sich leicht ausdrücken lassen. Nach kürzerem oder längerem Bestände der Haarlosigkeit zeigen sich zunächst dünne, pigmentfreie Haare, welche die Restitutio ad integrum einzuleiten pflegen. Während die eben beschriebene Form nach wochenoder monatelanger Dauer in der Regel ausheilt, ist die Prognose der universellen Alopecie, bei der sämtliche Haare des Körpers, auch die Lanugohaare ausfallen, bei weitem ungünstiger; jedoch ist auch bei dieser Ausbreitung noch nach 18 Jahren Heilung beobachtet worden. Ob die von Sabouraud beschriebene Ophiasis, eine Alopecie, die bei Kindern unter 12 Jahren im Nacken beginnt, als besondere Erkrankung aufzufassen ist, ist zweifelhaft.

Die Ätiologie der Affektion ist noch nicht sichergestellt, jedoch spricht das zuweilen beobachtete epidemische Auftreten, sowie Fälle unzweifelhafter Übertragung für eine infektiöse Ursache; die Pathogenität der dabei gefundenen Bazillen, die hauptsächlich in den aus den Haarfollikeln ausgedrückten "Cocons" vorkommen (besonders virulente Abart der Seborrhoebazillen?), ist nicht nachgewiesen. Von anderer Seite wird eine nervöse Ursache angenommen (Zahnerkrankungen?).

Die Diagnose ist aus dem akuten Auftreten, der normalen Beschaffenheit der Haut und der Kreisform ohne Schwierigkeit zu stellen.

Die Prognose der zirkumskripten Alopecie ist fast immer günstig, die der totalen dubiös. Zur Verhütung der Weiterausbreitung der Affektion empfiehlt es sich, die befallenen Individuen abzusondern und die gemeinschaftliche Benutzung von Kämmen und Bürsten zu vermeiden.

Eine spezifische Therapie der Alopecia areata existiert nicht und es ist schwer, die Wirksamkeit angewendeter Medikamente richtig zu beurteilen, da meist Neigung zur Spontanheilung besteht. Hauptsächlich verwendet man bakterientötende Mittel sowie solche, die eine kräftige Durchblutung der Haut bewirken. Vor der Behandlung empfiehlt es sich, die Umgebung der kranken Stelle 1 cm weit zu rasieren. Darnach folgen Einreibungen von Naphthol-, Chrysarobinsalben bis zur Reaktion, Sublimatspirituswaschungen, kurzes Betupfen mit Acid. carbol. liquef.; ferner Einreiben mit Schwefel- und Teersalben oder Krotonöl, Pinselung mit Teer- oder Kantharidentinktur, Auflegen von Kantharidenpflaster, Faradisation u. a. m. Vielfach wird die Lassarsche Haarkur (Frottieren mit Teer- oder Teerschwefelseife, Abspülen, Waschung mit 1/2%iger Sublimat-Glyzerin-Wasserlösung, Frottieren mit 1/2 % igem Naphthol-Alkohol, Einölen) angewendet. Als saubere und am sichersten wirkende Behandlung, die selbst in Fällen jahrelang bestehender totaler Alopecie noch die Heilung herbeiführen kann, ist die Bestrahlung mit Quecksilberlicht, speziell mit der Quarzlampe besonders zu empfehlen.

Anm. 203. Photographie der Freiburger dermatologischen Klinik.





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Achtung!
Dieses Buch ist ein altes Fachbuch, der Inhalt entspricht nicht dem aktuellen Stand der Medizin. Angegebene Therapien entsprechen höchstens dem Stand der Medizin zum angegebenen Druckdatum. Dasselbe gilt für eine ggf. angegebene Rezeptur für ein Medikament. Diese entsprechen nicht dem heutigen Stand der Medizin und sind unter Umständen sogar körperlich schädigend. Die Zubereitung von Rezepturen und die Anwendung derselben gehört in die Hände erfahrener Ärzte und Apotheker.
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