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Atlas der Hautkrankheiten

E. Jacobi, 5. Auflage 1913

 

Hautkrankheiten
Von E. Jacobi.
Krankheiten A.

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Aphthae.


Tafel 59, Fig. 98

Aphthae.

Mit dem Namen Aphthen (Stomatitis aphthosa) werden scharf umschriebene, subakut oder akut, im letzteren Fall unter den Erscheinungen einer Allgemeininfektion, im Munde, besonders an den Lippen, der Zunge, dem Zahnfleisch, aber auch am harten, seltener am weichen Gaumen auftretende rundliche bis ovale kleine PIaques von weißlicher bis gelblicher Farbe mit schmalem, rotem Rande bezeichnet. Dieselben können durch Konfluieren unregelmäßige Konfiguration annehmen und größere Ausdehnung erreichen, verursachen manchmal, hauptsächlich beim Essen, nicht unbedeutende Beschwerden und heilen in 2 -3 Wochen ab, wenn nicht durch Nachschübe die Heilung verzögert wird. An den weiblichen Genitalien treten zuweilen analoge Eruptionen auf. In schwereren fieberhaften Fällen sind zumeist Erscheinungen von allgemeiner Stomatitis vorhanden. Am häufigsten kommt die Erkrankung bei zahnenden Kindern vor, doch werden auch bei Erwachsenen nicht selten beständig rezidivierende Aphthen beobachtet.

Hervorgerufen werden die Aphthen sehr wahrscheinlich durch verschiedene Erreger bakterieller Natur, wobei Verdauungsstörungen oder schlechte Zähne als begünstigendes Moment mitwirken.

Die Diagnose ist aus dem akuten Auftreten, der Lokalisation und dem typischen Verlauf meist ohne Schwierigkeit zu stellen; Patienten, die früher luetisch infiziert waren, sind sehr geneigt, rezidivierende Aphthen für spezifisch anzusehen und werden oft sehr dadurch beunruhigt.

Die Prognose ist im allgemeinen günstig, doch gibt es kein Mittel, um Rezidive zu verhüten.

Die Therapie hat zunächst eine möglichst reizlose Diät zu verordnen und in Fällen, wo infolge der Schmerzen beim Essen die Ernährung erschwert wird, durch Pinselungen mit Kokain, Bestreuen mit Orthoform, Anästhesin und ähnlichen Mitteln die Empfindlichkeit zu bekämpfen. Außerdem werden Spülungen mit Kamillentee, Borsäure, Wasserstoffsuperoxyd, Liq. Alum. acet. oder Kaliumpermanganat in sehr verdünnten Lösungen angewendet. Pinselungen mit konzentrierten Argentumlösungen oder Bestreichen mit Lapis beschleunigen die Heilung.

Anm. 98. Moulage aus der Poliklinik von Prof. M. Joseph in Berlin (Kolbow).






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Achtung!
Dieses Buch ist ein altes Fachbuch, der Inhalt entspricht nicht dem aktuellen Stand der Medizin. Angegebene Therapien entsprechen höchstens dem Stand der Medizin zum angegebenen Druckdatum. Dasselbe gilt für eine ggf. angegebene Rezeptur für ein Medikament. Diese entsprechen nicht dem heutigen Stand der Medizin und sind unter Umständen sogar körperlich schädigend. Die Zubereitung von Rezepturen und die Anwendung derselben gehört in die Hände erfahrener Ärzte und Apotheker.
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