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Atlas der Hautkrankheiten

E. Jacobi, 5. Auflage 1913

 

Hautkrankheiten
Von E. Jacobi.
Krankheiten F bis I.

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Ichthyosis.


Tafel 62, 63.

Ichthyosis simplex et serpentina.

Mit den Namen Ichthyosis bezeichnet man eine hereditäre, in den ersten Lebensjahren auftretende Veränderung der Haut, bei welcher neben mangelhafter Funktion der Talg- und Schweißdrüsen eine übermäßige Hornbildung das Charakteristische bildet. Je nach dem Grade der Hautveränderung unterscheidet man Ichthyosis Simplex, bei der meist an den Streckseiten der Extremitäten und am Rumpfe, weniger im Gesicht, sehr selten an Handtellern, Fußsohlen und Gelenkbeugen die Hornschicht eine mäßige Verdickung in Gestalt von fest anhaftenden trockenen Schuppen, die am Rande sich aufrollen, zeigt. Höhere Grade der Affektion stellt dar die Ichthyosis serpentina (Fig. 103), bei der die dicken graugrünen Schuppen ein schlangenhautähnliches Aussehen bewirken, die Ichthyosis nitida mit perlmutterglänzenden Schuppen, sowie die Ichthyosis hystrix, bei welcher warzenartige Wucherungen unregelmäßig oder symmetrisch über größere Bezirke der Haut ausgebreitet sind; gelegentlich können verschiedene Grade des Leidens nebeneinander bei demselben Individuum vorkommen (Fig. 104). Bei reiner Ichthyosis fehlen Entzündungserscheinungen vollkommen, doch kann Ekzem die Affektion komplizieren. Zu gewissen Zeiten findet eine Abstoßung der Hornmassen, "Mauserung", statt. Das unheilbare Leiden pflegt keine subjektiven Symptome hervorzurufen, kann jedoch in höheren Graden sehr entstellend wirken.

Ichthyosis hystrix.

In ätiologischer Beziehung ist lediglich die Heredität in Betracht zu ziehen, wobei zu beachten ist, daß in einer Familie meistens nur Individuen desselben Geschlechtes von Ichthyosis befallen sind und Fälle von Überspringen einzelner Generationen vorkommen.

Die Therapie kann wohl vorübergehend die Erscheinungen verschwinden machen, jedoch nie Heilung erzielen. Die Anwendung von Bädern nach vorangegangener Einfettung mit Salizylsalben oder Salizylseifen, Einreiben mit Schmierseife oder Einpinseln mit Spirit. saponat. kalin., in leichten Fällen einfache Einfettungen genügen, um die im Übermaß produzierten Hornmassen zu entfernen.

Anm. 103. Moulage der Freiburger dermatologischen Klinik (Johnsen). Die Abbildung zeigt sehr schön die Übergänge von dem leichtesten Grad der Ichthyosis simplex bis zur vollentwickelten Ichthyosis serpentina.
Anm. 104. Moulage der Freiburger dermatologischen Klinik (Vogelbacher). Sehr ausgeprägter Fall von Ichthyosis hystrix mit starker Beteiligung der Handteller und Fußsohlen.





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Achtung!
Dieses Buch ist ein altes Fachbuch, der Inhalt entspricht nicht dem aktuellen Stand der Medizin. Angegebene Therapien entsprechen höchstens dem Stand der Medizin zum angegebenen Druckdatum. Dasselbe gilt für eine ggf. angegebene Rezeptur für ein Medikament. Diese entsprechen nicht dem heutigen Stand der Medizin und sind unter Umständen sogar körperlich schädigend. Die Zubereitung von Rezepturen und die Anwendung derselben gehört in die Hände erfahrener Ärzte und Apotheker.
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27. 5. 1910
Todestag von Robert Koch (1843-1910), bekannt für seine mikrobiologischen Forschungen. Unter anderem entdeckte er die Erreger des Milzbrandes (1876) und der Tuberkulose (1882). Für letzteres erhielt er 1905 den Nobelpreis für Medizin.

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