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VII. ABSCHNITT. Allgemeine Diagnostik.Kapitel XXVII. Gynäkologisch-diagnostische Methoden. Von Otto Küstner.
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II. Histologische und bakteriologische Untersuchung: Probepunktion
3) Die Probepunktion, vorwiegend von der Scheide aus vorgenommen; sie kann ergeben:
Blut. Differentialdiagnostisch: Haematocele retrouterina, Haematoma ovarii, Haematometra, Haematocolpos. Anamnese und Topik genau zu berücksichtigen.
Seröse Flüssigkeit: Parovarialcyste, Ovarialcyste, Hydrosalpinx. Auch der Inhalt alter Hämatocelen kann bis zur Transparenz verändert sein (mikroskopisch: Residuen der Blutung).
Dermoidflüssigkeit, makroskopisch dem Eiter durchaus ähnlich: im ungefärbten Präparat Fett, Cholestearintafeln.
Eiter, in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle den Adnexen entstammend, zu untersuchen:
a) auf morphologische Bestandteile: je lebhafter die gewebliche Reaktion (zahlreiche frische, d. i. gut erhaltene Eiterkörperchen), desto frischer der entzündliche Prozeß, desto infektiöser die Mikroben;
b) bakterioskopisch: auf Gonokokken, Eitererreger, Tuberkelbacillen;
c) kulturell, zur Ausschaltung von Verunreinigungskeimen, die der Vagina entstammen. Schwach alkalische Nährböden, Züchtung bei Körpertemperatur. Zur kulturellen Differenzierung der Gonokokken: Parallelkulturen auf den gewöhnlichen Nährsubstraten und solchen, denen (im Verhältnis von 1: 3) steril aufgefangene Kystom-, Ascitesflüssigkeit oder Serum zugesetzt ist. Während der gynäkologischen Operation kann uns zur Klärung des Befundes obliegen:
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Achtung! Dieses Buch ist ein altes Fachbuch, der Inhalt entspricht nicht dem aktuellen Stand der Medizin. Angegebene Therapien entsprechen höchstens dem Stand der Medizin zum angegebenen Druckdatum. Dasselbe gilt für eine ggf. angegebene Rezeptur für ein Medikament. Diese entsprechen nicht dem heutigen Stand der Medizin und sind unter Umständen sogar körperlich schädigend. Die Zubereitung von Rezepturen und die Anwendung derselben gehört in die Hände erfahrener Ärzte und Apotheker. |
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29. 4. 1897 J. J. Thomson reicht eine Abhandlung bei der Royal Society ein, in der er seine Anfang des Jahres gemachte Entdeckung, daß zumindest eine Art der von Röntgens Kathodenstrahlröhre emittierten Strahlung aus einem Strom kleiner, negativ geladener Teilchen bestand, die er Korpuskeln nannte, beschreibt. Heute wissen wir, daß es sich um eine Elektronenstrahlung handelte. |
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