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Lehrbuch der Gynäkologie

Otto Küstner, 4.Auflage 1910

 

III. ABSCHNITT.
Die Krankheiten des Uterus.

Kapitel XI.
Endometritis, Metritis, Hyperplasie des Endometriums.
Von Otto Küstner.

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Mikroflora


Zum Verständnis ist eine Kenntnis der Mikroflora des weiblichen Genitaltraktus im normalen Zustande unerläßlich.

Was die Bakterien der Vulva betrifft, so glaubt Menge, daß die größte Menge derselben aus der Vagina stammt. Selbstverständlich ist das Eindringen von außen nicht ausgeschlossen, wie denn seinerzeit bald nach der Geburt die Bakterien, welche die sterile Vagina des Neugeborenen besiedelten, die Vulva passierten. Vorwiegend sind es obligat anaerobe Saprophyten. Jedoch kann man auch pathogene Formen antreffen, Streptokokken, gelbe Staphylokokken, Coli, Tuberkelbacillen und Gonokokken, ohne daß eine Einwirkung dieser Formen auf das Gewebe der Vulva zu konstatieren wäre.

Die Vagina des neugeborenen Mädchens ist, wie gesagt, von Hause aus keimfrei, bleibt es jedoch nur ganz kurze Zeit. Unter den im extrauterinen Leben einwandernden Mikroben trifft man überwiegend häufig den Bacillus vaginalis döderlein.

Der Geschlechtsverkehr führt auch andere Mikroben ein, welche dann in der Vagina weiter vegetieren können. Darunter finden sich auch pyogeue Formen. Am buntesten ist nach menge die Scheidenflora der klimakterischen Frau.

Das normale Scheidensekret übt eine bakterizide Wirkung durch seine saure Reaktion, den Sauerstoffmangel, die vorhandenen Leukocyten und den dem Sekret beigemengten Gewebssaft aus (MENGE). Mit dem Wegfall der sauren Reaktion bei der klimakterischen Frau verliert das Scheidensekret an bakterizider Kraft.

Das Sekret der Tuben, des Uteruskörpers und der oberen Oervixabschnitte ist unter normalen Verhältnissen keimfrei. Nach MENGE ist es die ganze Cervixhöhle. Selbstverständlich ist es von dem anatomischen Verhalten der unteren Cervixpartie, je nachdem diese klafft oder nicht klafft, abhängig, ob sie in höherer oder niedrigerer Zone noch keimhaltig ist und die jeweilige Vaginal-Mikroflora aufweist. Der Cervixschleim besitzt keimtötende Eigenschaften (MENGE, WALTHARD).





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Achtung!
Dieses Buch ist ein altes Fachbuch, der Inhalt entspricht nicht dem aktuellen Stand der Medizin. Angegebene Therapien entsprechen höchstens dem Stand der Medizin zum angegebenen Druckdatum. Dasselbe gilt für eine ggf. angegebene Rezeptur für ein Medikament. Diese entsprechen nicht dem heutigen Stand der Medizin und sind unter Umständen sogar körperlich schädigend. Die Zubereitung von Rezepturen und die Anwendung derselben gehört in die Hände erfahrener Ärzte und Apotheker.
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