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Lehrbuch der Gynäkologie

Otto Küstner, 4.Auflage 1910

 

III. ABSCHNITT.
Die Krankheiten des Uterus.

Kapitel XI.
Endometritis, Metritis, Hyperplasie des Endometriums.
Von Otto Küstner.

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Chronische Endometritis


Diesen Formen stehen diejenigen gegenüber, bei welchen eine Bakterienwirkung entweder auszuschließen oder nicht erkennbar ist, bei welchen schleichend und allmählich sich derjenige Zustand entwickelt, welchen wir Endometritis chronica hyperplastica nennen, wobei wir nicht verkennen, daß für manche von ihnen die eine Entzündung charakterisierende Bezeichnung besser wegfällt, besser der Ausdruck Hyperplasie der Uterusschleimhaut paßt.

Recht konstant treffen wir diese Form bei Geschwulstentwickelungen im Uterus, bei submukösen Myomen, um so stärker, je näher sie dem Endometrium eingebettet sind. Hier ist es die Endometritis in erster Linie, welche die profusen Blutungen bedingt. Recht konstant ist sie ferner beim Portio- und Cervixcarcinom; in dieser Kombination wurde sie vor Jahren von LANDAU seltsamerweise als Sarkom der Uterusschleimhaut angesprochen, wogegen spätere Autoren E. FRÖNKEL, DÖDERLEIN u. a., für sie die richtige Deutung gewannen.

Ferner finden wir diese Endometritiden recht häufig bei denjenigen Lageveränderungen des Uterus, welche die Zirkulation im Organ beeinträchtigen, bei gewissen Formen der Retroversio-flexio. dem Descensus, dem Prolapsus.


Fig.154. Endometritis glandularis. Drüsenerweiterung und Gefäßektasie wie beim prämenstruellen Zustand der Schleimhaut.


Weiter kommt sie als Folgezustand entzündlicher ovarieller (BRENNECKE) und tubarer Erkrankung vor. Hierbei ist mitunter vielleicht die vermittelnde Rolle des Nervenapparates nicht auszuschließen, eine Ansicht, welcher neuerdings PANKOW sich wieder nähert. Nicht auszuschließen ist auch, daß die Entzündung der Adnexe wie die des Endometriums auf dieselbe Ursache, für welche weit zurückliegende Bakterienwirkung, Gonorrhoe, in Betracht kommt, zu beziehen ist.



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Achtung!
Dieses Buch ist ein altes Fachbuch, der Inhalt entspricht nicht dem aktuellen Stand der Medizin. Angegebene Therapien entsprechen höchstens dem Stand der Medizin zum angegebenen Druckdatum. Dasselbe gilt für eine ggf. angegebene Rezeptur für ein Medikament. Diese entsprechen nicht dem heutigen Stand der Medizin und sind unter Umständen sogar körperlich schädigend. Die Zubereitung von Rezepturen und die Anwendung derselben gehört in die Hände erfahrener Ärzte und Apotheker.
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